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Immer neue Steuer- und Abgabenerhöhungen, Rauch-, Trink- und Essverbote, Diskriminierungsgesetze, klebigrer Dosenzwangspfand, stinkende Zwangsmülltrennunng und hässliche Windkraftsubventionierung auf Kosten aller, Meinungsgebote und Redeverbote, zunehmende persönliche und wirtschaftliche Überwachung, Wegfall des Bankgeheimnisses und vieles mehr: Mit jedem Jahr verlieren wir schneller unsere verbleibenden Freiheiten. Jedes Jahr marschiert die politische Klasse der BRD einen Gang schneller in den demokratischen Totalitarismus.

Die reale Staatsquote – inlusive versteckter Steuern und Abgaben wie GEZ oder IHK sowie Monopolkosten für Steuerberater oder Schornsteinfeger – hat längst 70 Prozent überschritten. Zum Vergleich: In der Sowjetunion betrug die reale Staatsquote am Ende etwa 85 Prozent – 15 Prozent Markt in Nischen sorgten dafür, dass die Menschen nicht verhungerten. Wir sind auf dem besten Wege in den totalitären Sozialismus. Skurrilerweise wird uns dabei täglich ein Gespenst des „Neoliberalismus“ an die Wand gemalt, das allenfalls in den Köpfen der Staatsverdienerklasse existiert. Politiker und Bürokraten leben schließlich von der gut getarnten Ausbeutung der letzten Nettosteuerzahler.

Wieder ein stück Grünfläche weniger.

Das Wohnkaufhaus kommt, die Volksabstimmung ist vorbei, der scheinbar größere Teil der Bevölkerung hat “freien Willens” entschieden.

Und was haben wir gelernt? Z.B. dass Volksentscheid nicht heisst, dass das Volk frei entscheidet, sondern dasss sich Parteien und höchste Stadtangestellte aktiv, subjektiv und fast möchte man sagen manipulativ zu einer Seite bekennen und das Volk eben in die gewünschte Richtung drängen - mit allen erdenklichen medialen Mitteln - Geld genug war scheinbar da - wer hat`s gesponsert? (Staat (wir), Lutz, Stadt (wir) - das wäre mal ne interessante Frage)

Egal ob auf Plakatwänden, im Kino,im Radio - allüberall säuselte einem die Stimme des Kommerz ins Ohr - man kam nicht dran vorbei - WÄHLE JA, SEI DAFÜR, MACH DEIN KREUZ BEI “JA ICH WILL”. Vom Gewinnspiel bis zum Radio-Spot, vom Zeitungsbericht bis zur Postwurfsendung. Nochmal - wer hat’s finanziert?

Schön, war das nicht, was da als Volksentscheid verkauft wurde. Schade, dass man den Menschen nicht objektiv beide Seiten zur Abwägung gestellt hat. Klar - jetzt ist Kempten nochmal mehr Einkaufsstadt - super - und neue Arbeitsplätze kommen. Klasse. Nicht erwähnt wurde aber, dass vermutlich (fast) zeitgleich andere Möbelhäuser die Pforten schliessen werden, heimische Unternehmer die dann dicht machen können, samt allen Angestellten die am Wahltag sicher bange Stunden durchlitten haben. Jobmotor meets Job-Killer.

Grossartig. Dass der LUTZ längst im Besitz von Möbelhäusern in Kempten ist, denen eine Sanierung und Aufpäppelung gut täte statt neue Betonklötze auf die letzten Wiesen der Stadt zu setzen, scheint ebenso egal oder nicht erwähnenswert. Dann nochmal zum Nachlesen: HIN & MIT und MÖBELIX sind beide LUTZ Möbelhäuser - dass diese vor sich hinkratteln ist wohl auch jedem Kemptener Bürger nicht entgangen.

Wäre es nicht besser gewesen dass der Lutz hier sein Geld investiert - aus Ruinen wieder Festungen macht? Oder diese zusammenschliesst zu einem XXLUTZ?
Kempten hat entschieden und muss die Konsequenzen tragen. Mit einem vermultichen Verkehrschaos um die Hauptpost herum, verstopften Strassen, neuen Baustellen, noch mehr Verkehrslärm und Schmutz und vielen weiteren Unannehmlichkeiten.

Dafür zeigt sich die Stadt aber von ihrer scheinbar einzig attraktiven Seite. Zwar liegt Kempten im Allgäu, der schönsten Region Deutschlands zwischen Bergen und Seen, Wiesen und Wäldern - herausgehoben wird aber nur der shopping-Aspekt. Schade.

Schade auch für die Fachhochschulstadt Kempten, die soeben den idealen Bauplatz für eine bald notwendige Erweiterung der Gebäudekomplexe verwirkt hat - denn da wohnt jetzt der Lutz.

Schade für die Menschen die dort wohnen und nun noch mehr im Verkehr ersticken, für die Angestellten der erwähnten Möbelhäuser denen nun der Saft angedreht wird (übrigens mal sehen wie lange Lutzens Möbelix und Hin und Mit noch offen gehalten werden), schade für die Hochschule, schade für die Menschen die gerne objektiv entschieden hätten, durch Medien und Presse aber eben nicht objektiv informiert wurden. Schade für den Rechtsstaat. Schade, dass man eben doch mit Geld alles kaufen kann. Eine echte würdige, sinnvolle Entscheidung-Schlacht war das nicht.

Eine Entscheidung kann man nämlich nur gut fällen, wenn man beide Seiten gut kennt, einem nichts vorenthalten und beschönigt wird - man alle Fakten kennt oder eben darüber informiert wird. Über die Subjektivität des eben entschiedenen Volksentscheids müssen wir nicht mehr reden - traurige Sache. Das Weglassen einiger Wichtigkeiten hat den wirtschaftlich mächtigen das Jawort in die Hand gespielt. Wer nicht wirklich konzentriert ranging und an all dem rosafarbenen marketing-blahblah vehement vorbeihörte, bekam eine verklärte “Wunderwelt des shoppings” mit nur-Vorteilen serviert.

Dass dem nicht so ist, wird der Kemptener Bürger nun selbst erfahren. Und wetten wir, dann war es wieder keiner, der damals beim Volksentscheid sein Ja gab. Schade, dass sich die Menschen dieser Stadt haben blenden lassen. Der Mammon hat gesiegt, die Kemptener Bürger aber haben, auch wenn Sie es noch nicht erkennen, an jenem Wahl-Sonntag haushoch verloren - Möbelhaushoch.

Kann man jetzt noch was machen? Ja, dort nicht hingehen, und sein Geld lieber in kleinen Geschäften ausgeben. –> Darum Boykott

 

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Wer sich den Gesetzen nicht fügen will, muss die Gegend verlassen, wo sie gelten.