Täglich hören wir, dass alle möglichen Gruppen und Minderheiten benachteiligt sind. Damit verbunden sind Forderungen, diese “Benachteiligten” zu unterstützen, was im Regelfall mit enormen Kosten verbunden ist für allerlei Förderprojekte. Die muss natürlich jemand bezahlen, und das sind die Leistungsträger, sprich die Steuerzahler.
So wie die Leistungen für die einen permanent erhöht werden, so steigen die Lasten für die anderen. Das ganze nennt sich “Sozialstaat”, von dem nicht nur die Leistungsempfänger profitieren, sondern besonders auch jene, die die Leistungsverteilung für sich reklamieren.
Da die normative Prägung unserer Gesellschaft gemäss links-grün-naivchristlicher Ethik verlaufen ist, entstand ein regelrechter Wettlauf darum, wer unter unseren Politikern als der grösste Beschenker gilt. Dieser Norm hat sich inzwischen auch die CDU in vollem Umfang unterworfen, wie eindrücklich bei Fakten-Fiktionen aufgezeigt wird.
Für die Steuerzahler, die Leistungsträger dieser Gesellschaft ist diese Entwicklung fatal. Denn zur Gegenfinanzierung steigt unaufhörlich die Abgabenlast. Im Focus ist ein Artikel erschienen, der im Lobbystaat der “Minderheiten und Benachteiligten” seltenheitswert hat.
700 Milliarden gibt Deutschland für “Soziales” aus, 30% der Wirtschaftskraft. Längst nicht genug, wie die selbsternannten “Kämpfer für soziale Gerechtigkeit” meinen. Wieviel darf es sein, am Ende ? Wann ist die “soziale Ungerechtigkeit” vollständig beseitigt ? Wie sieht das genaue Ziel eigentlich aus bei dieser Politik der Beschenkung, die gleichzeitig eine Politik der Enteignung und legalisierten “Lohnentnahme” ist ?
52% vom Einkommen kassiert der Staat, durchschnittlich. Bei der aktuellen Tendenz zur “sozialen Gerechtigkeitspolitik” dürfte vom Lohn immer weniger bleiben, während zugleich schon Sozialhilfe-HartzIV-Bezieher mit vierköpfiger Familie einen fast identischen Lebensstandard wie z.B. Krankenpfleger aufweisen. Ganz ohne Arbeit.
Doch solche Fakten werden nicht ausreichend von den Medien vermittelt. Obwohl viele Bürger ahnen, und ein Teil auch weiss, wie sozial ungerecht dieser “Sozialstaat” inzwischen geworden ist. Doch liesse sich mit einer Politik für die Leistungsträger und Steuerzahler in diesem Land noch eine Wahl gewinnen ?
Nein, aus zwei Gründen:
Die Anzahl der staatlich Begünstigen steigt ständig. Zugleich erwecken die Politiker den Eindruck, dass man Einkommen am besten dadurch erziehlt, indem man Forderungen an den Staat stellt. Anstatt dass dieser Staat Rahmenbedingungen schafft, die Einkommen durch Arbeit ermöglichen. Wie niedrige Steuern, ein Minimum an Bürokratie, und einer Politik die klein- und mittelständischen Unternehmen die Existenz erleichtert.Die sozialstaatlich “Abhängigen” werden wohl kaum gegen ihre Interessen votieren, falls es jemand wagen sollte, ihre Pfründe unter einen Finanzierungsvorbehalt zu stellen.
Der andere Grund ist psychologischer Natur:
Menschen verhalten sich als Gemeinschaftswesen gemäss den Normen der sie umgebenden Kultur. Diese Normen werden meist/oft unreflektiert übernommen. Sind sie erst einmal verinnerlicht, werden sie als “wahr und richtig” angesehen. Eine kritische Hinterfragung findet meist nicht mehr statt. Eine dominante Norm des heutigen Deutschland lautet “sozial sein ist gut”. Wer im Sinne dieser Norm agiert, braucht kritische Hinterfragung kaum zu fürchten, denn er hat die moralische Macht der Norm hinter sich. Er muss sich nicht erklären, denn der Standpunkt des “gut seins” gilt als integer und tugendhaft. Kritik daran hingegen als das moralische Gegenteil: Als unsozial, kalt, diskriminierend ect. bla bla bla.
In dieser Konstellation können sich die Leistungsträger, sprich Steuerzahler (also jene, denen ihre Abgabenlast zu hoch erscheint) nicht mehr wehren, ohne sich dem herabsetzenden Vorwurf kaltherzigen Egoismus und Antisolidarität auszusetzen. Der Effekt dieser Normierung ist Einschüchterung. Niemand will sich im Ansehen herabgesetzt wissen. Zudem wollen selbst die gemolkenen Steuerzahler sozial sein, weil sie ebenfalls gemäss dieser Normierung geprägt wurden. Sie können sich praktisch kaum noch wehren gegen ihre Ausbeutung durch einen immer uferloseren “Sozialstaat”.
Und niemand mit Einfluss vertritt ihre Interessen, gibt ihnen eine klare und vernehmbare Stimme. Die Folgen sind absehbar: Die Steuer- und Abgabenlast wird immer weiter steigen. Bis zu einem Kulminationspunkt, an dem dieses System in einem Bankrott zusammenbricht. Was daran dann sozial sein soll, interessiert zu allerletzt jene, die den ewig expandierenden Sozialstaat fordern. Daran erkennt man, wer wirklich “sozial” ist, bzw. wer wirklich unsozial agiert.










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