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      Charly Hesse ,  55 Jahre alt, wohnhaft in Kempten,
erfüllte sich den Traum der Träume: Eine Reise mit dem Wohnmobil
quer durch Indien. Jahrelang hatte er gespart, nun war es soweit.
Gemeinsam mit zwei Freunden, Karl und Rainer, brach er am 21. 
Oktober  auf. Die Reise begann in Kempten , führte über Ungarn, Rumänien,
Türkei und Pakistan nach Indien. Nach 6 Tagen Fahrt erreichte die
Gruppe ihr erstes Ziel: Ahmadabad unweit der Grenze zu Pakistan.
 Vibrio comma, ein Bakterium aus der Gruppe der Vibrionen lebte
 mehr schlecht als recht in einem Brunnenschacht am Stadtrand von
 Ahmadabad. Temperatur und Nährstoffgehalt waren schlecht, vibrio
 verspürte keinerlei Fortpflanzungsgelüste.
Charly hatte Durst und nahm einen herzhaften Schluck aus dem Eimer.
Daß man Wasser aus indischen Brunnen vor dem Genuß abkochen sollte -
diesen Rat hatte er kurzfristig vergessen.
  Vibrio comma fühlte sich in der ‘neuen Welt’, die Charly Hesse
  hieß, sehr wohl. Temperatur, PH-Wert, Nährstoffgehalt, all das
  stimmte auf wunderbare Weise, und vibrio comma beschloß, sich zu
  vermehren. Also nahm der Herr eine Rippe aus der Seite von vibrio
  comme und bildete innerhalb von 20 Minuten ein zweites vibrio comme.
  Sie fanden Gefallen aneinander, und nach weiteren 20 Minuten waren
  sie bereits zu viert.
Charly, ‘die Welt’, saß indessen vor seinem Campingbus und rauchte
eine Zigarette. Er war nun ‘die Welt’ der Vibrionen, aber er merkte
vorerst nichts davon. Wie soll man auch 4 Vibrionen wahrnehmen können,
wenn allein in einem Tropfen Blut 4 Millionen rote Blutkörperchen
ihren Dienst versehen.
  „Seid fruchtbar und mehret Euch“, sagte der Herr der Vibrionen,
  „und macht Euch die Erde untertan“. Die Vibrionen ließen sich
  diesen Befehl nicht zweimal geben. Alle zwanzig Minuten verdoppelten
  sie ihre Individuenzahl. Das gehört sich nun mal für einzellige
  Prokaryonten, wenn sie sich wohl fühlen. Und die Vibrionen fühlten
  sich in ihrer Charly-Welt sehr wohl.
Charly Hesse , ‘die Welt’, legte sich schlafen, er war müde geworden,
denn er hatte die letzten 700 km auf schlechten Straßen heruntergespult,
und das in einem Tag.
  Vibrionen beherrschen das Kunststück des exponentiellen Wachstums.
  Bis Mitternacht waren sie auf eine Zahl von 4000 angewachsen. Um
  6 Uhr morgen hatten sie die unglaubliche Zahl von 1 Milliarde erreicht.
‘Die Welt’ schien etwas zu merken. Zunächst stürzten sich Tausende
Leukozyten auf die Vibrionen und fraßen viele von ihnen auf. Später
produzierten die T-Lymphozyten Antikörper, die sich ebenfalls auf die
Vibrionen stürzten, diese verklebten und somit zum Futter für das Heer
der Makrophagen machten. Der Geheimdienst ‘der Welt’ lief auf vollen
Touren. Doch es nützte nichts, die Vermehrungskraft der Vibrionen
obsiegte, und um 8 Uhr morgens bevölkerten 3 Milliarden Vibrionen
‘die Welt’. Ihre Fortpflanzungswut kannte keine Grenzen. Charly fühlte
sich nicht wohl, er mußte sich übergeben. Rainer meinte, das sei
ein Umstellungsproblem, gab Charly eine Tierkohletablette und klopfte
ihm aufmunternd auf die Schulter. Dann setzte sich Karl ans Steuer.
Ziel: Bombay. Um 2 Uhr Nachmittag bot Charly ein Bild des Jammers.
Er mußte ständig erbrechen, hatte heftige Bauchschmerzen und wand
sich in Krämpfen. Karl schlug vor, einen Arzt aufzusuchen.
  Die Vibrionen, inzwischen waren es 5.000.000.000 geworden, lebten
  nun dicht gedrängt in der Charly-Welt. Die ersten warnenden
  Stimmen wurden laut. Der Generalsekretär Vibrio Primus meinte, man
  müsse die Fortpflanzungsrate senken. Man dürfe nicht glauben, daß
  die Welt unbegrenzt aufnahmefähig sei. In Teilen der Welt, man
  nannte sie auch die ‘Dritte Welt’, war durch Charly`s Durchfall
  akuter Nährstoffmangel aufgetreten. Vibrionen starben zu
  hunderten Millionen. Ein anderer Vibrio, man nannte ihn ‘Vibrio 
   Benedikt XVI`, verdammte alle Pläne zur Eindämmung der Fortpflanzung
  und verwies auf den obersten Befehl für alle Vibrionen: ‘Macht euch
  die Erde untertan!’ Wieder ein anderer, Vibrio Ökonomikus sah eine
  Lösung des Problems im stetigen Wirtschaftswachstum, man müsse eben
  mehr Ektotoxine produzieren. Vibrio Ökologikus indessen warnte
  eindringlich vor einer gesteigerten Ektotoxin-Produktion, denn
  die Welt sei schon arg geschädigt und dürfe nicht weiter belastet
  werden. Unterdessen hatte man in Teilen der Welt das Problem erkannt
  und bemühte sich um Geburtenkontrolle. Die Bevölkerungsexplosion
  verlangsamte sich, aber die Produktion von Toxinen ging ungebremst
  weiter – trotz aller Warnungen, daß man damit ‘die Welt’ zerstören
  werde.
Charly Hesse lag auf einer Tragbahre in einem Krankenhaus einer
kleinen indischen Stadt. Die Ärzte verabreichten Infusionen und
Tetracycline und verordneten strikte Bettruhe. Charly redete wirres
Zeug, rief hie und da nach seiner Frau und murmelte die Namen seiner
zwei Freunde. Dann fiel er in tiefes Koma. Rainer und Karl waren
ratlos.
  Der Teufel war los. Der bedrohliche Nahrungsmangel ‘in der Welt’,
  der Sauerstoffmangel und die Temperaturschwankungen führten zu
  brutalen Verteilungskämpfen unter den Vibrionen. Nun merkten auch
  die Ignoranten unter den Vibrionen, daß man die Ausbeutung zu weit
  getrieben hatte, und sie beteten zum Herrn der Vibrionen, daß er
  die Welt doch nicht untergehen lasse. Doch der Herr hatte sich
  abgewendet, er verfluchte die Welt und seine Vibrionen, es war
  zu spät.
Charly war ‘die Welt’. Er starb am 29. Oktober 2008 um 7 Uhr abends an
Cholera.Mit ihm starben 30.000.000.000 Vibrionen. Die Gattung
vibrio comme hatte gesiegt. Sie hatte sich ‘die Welt’ untertan gemacht,
wie es der Herr befohlen hatte. Und tatsächlich, bei der Beerdigung sagte
der Pfarrer, daß „unser lieber Charly von einer heimtückischen
Krankheit besiegt wurde“.
Frau Hesse nahm ein Lexikon zur Hand und fand unter der Bezeichnung
„Choleraerreger“ den Namen  v i b r i o  c o m m a. Von nun an strafte
sie diese „Ausgeburt des Teufels“, wie sie die Vibrionen nannte, mit
Verachtung. Dabei hatten die Vibrionen doch nur einen Befehl ausgeführt:

„Seid fruchtbar und mehret euch und macht euch die Erde untertan … „

Kann Deutschland Pleite gehen ?

Deutsches Anleger Fernsehen

…hier was anderes :Empörungsindustrie

GEZ

Hier gibt´s Hilfe


Video Bankenkrise

Schönes Sammlerstück

16 Okt 2008 Versteigerung der Uhr von A. Einstein

Important Collectors Watches, Pocket Watches & Clocks
16.10.2008  :  Sold including buyer’s premium:
596,000 USD

Klasse Erfindung von John C.Taylor, nach dem “ Grasshoper-prinzip“ von John Harrison (1772) ! Preis 1,8 Millionen US Dollar .

Der Schöpfer der Corpus Clock, John C.Taylor, möchte mit seiner beeindruckenden Uhr zeigen, wie endlich und zugleich unfassbar ein nur vordergründig exaktes Phänomen wie Zeit eigentlich ist: „Dies ist keine Computeranimation, sondern eine echte mechanische Uhr. Die Oberfläche der Uhr holt eine Zeit ab, die als Welle aus dem Zentrum des Universums zu uns kommt. Jede Sekunde rennt um das Zentrum, pulsierendes Licht, das verdeutlicht, wie die Zeit verrinnt.“

Taylors Anspruch drückt sich in den Bewegungen der blauen Licht-Dioden aus, die in unterschiedlichen Geschwindigkeiten um die Uhr rasen. Zwischendurch taucht immer wieder die konkrete Uhrzeit auf, verschwindet dann wieder, während der gigantische Grashüpfer auf der Uhr hockend die Zeit als rhythmischer Taktgeber verschlingt. Der Künstler dazu: „Unter unterschiedlichen Bedingungen verstreicht die Zeit schneller oder langsamer. Zeit ist relativ.“

Sieben Jahre hat Taylor an der Uhr gearbeitet und dabei ein technisch und künstlerisch perfektes Unikat geschaffen. Die Beine des Grashüpfers treiben das Uhrwerk an, das furchterregende Maul des Insekts verschlingt die Sekunden. Taylors Uhr ist fünfzig Mal größer als die Original-Uhr von Harrison und wird sich sicherlich zu einem Highlight für Cambridge-Reisende entwickeln.