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Ubuntu Privacy Remix ist eine modifizierte Live-CD die auf Ubuntu Linux aufsetzt. UPR ist nicht für eine dauerhafte Installation auf der Festplatte gedacht. Das Ziel von Ubuntu Privacy Remix ist, eine abgeschottete Arbeitsumgebung bereitzustellen, in der vertrauliche Daten sicher bearbeitet werden können. Das auf dem dafür verwendeten Computer installierte System bleibt dabei völlig unverändert.
Die Gefahr des Diebstahls solcher Daten geht heute nicht mehr nur von gewöhnlichen Internet-Kriminellen und ihren Trojanischen Pferden, Rootkits und Keyloggern aus. Vielmehr ergreift in vielen Ländern der Welt auch der Staat Maßnahmen, die Computer der Bürger mit solchen Mitteln zu bespitzeln und zu überwachen. Ubuntu Privacy Remix ist ein Werkzeug, um seine Daten gegen unbefugte Zugriffe zu schützen.
Sushi ist eine hochkomplexe, alte, schwierige Kunst, und ihr Ziel ist nichts weniger als vollendete kulinarische Balance, es geht um handwerkliche Perfektion, im Einklang mit der Natur, man könnte auch sagen: Es geht um ein Stück Glück auf Erden.
Nun, in unseren trüben Tagen geht es nicht mehr darum . Die schönen Fischteilchen stehen mittlerweile für einen der größten und schlimmsten Konsumräusche, die je über unsere Städte und Landschaften hinweg gezogen sind und die nun glücklich – tiefgefroren – unsere Supermärkte erreicht haben. An jeder Ecke der schicken Großstadt-Quartiere hantieren jetzt angelernte Stümper mit stumpfen Messern und schichten ihre Ware lieblos in schwarze Plastikboxen, die auch schon an Bahnhöfen, auf Flughäfen, an Tankstellen neben Brat- und Currywurst gesehen worden sind. Aus einer der edelsten aller Speisen ist x-beliebiger Take-away-Ramsch geworden, und ich finde wirklich, dass dafür kein Fisch sterben sollte.
Dies umso mehr, weil mich Anfang der Woche eine Meldung erschüttert hat wie lange nicht. Fisch ist jetzt, so stand es groß und auf Seite eins in der „Herald Tribune“ zu lesen, die meist gehandelte Tierart des Planeten, und Europa ist mit einem Mal der weltweit größte Fisch-Markt geworden mit einem jährlichen Wert von 14 Milliarden Euro. Man könnte sagen: In dem Maße, in dem wir unsere eigenen Meere leer gefischt haben, ist unser Appetit auf Meeresfrüchte und –getier gewachsen. So etwas nennt man Dekadenz.
25 Prozent der weltweiten Fanggründe sind mittlerweile zerstört, weitere 50 Prozent sind so kritisch überfischt, dass sie bald auch nichts mehr hergeben werden. Unsere EU und unsere Staatenlenker, die sich in allen Sonntagsreden zum schonenden Umgang mit den Ressourcen bekennen, schließen Knebelverträge (kurz: EPAs genannt) mit armen Küstenländern ab, um deren Fischgründe für unsere Fabrikschiff-Flotten zu öffnen. 60 Prozent aller Fisch-Mahlzeiten in Europa entstammen heute dem Import, und das heißt nichts anderes, als dass wir nun, nach Nord- und Ostsee, nach Mittelmeer und Atlantik, auch noch die Fanggründe ferner, fremder Länder ruinieren, damit bei uns der Nachschub nicht abreißt.
Wirklich, es ist zum Verzweifeln. Und manchmal scheint es mir, alles Reden und Schreiben sei sinnlos und es wäre Zeit für eine revolutionäre Tat. Ich träume davon, manchmal, nach Berlin und Brüssel zu ziehen, um in den Parlamenten dort eine Pistole in die Luft abzufeuern. In die Stille nach dem Schuss würde ich rufen, wie ein Prediger: „Kehrt um! Haltet ein!“ Aber was würde passieren? Ich käme erst in die Zeitung – und dann ins Gefängnis. Und die Abgeordneten? Sie würden über den Spinner lachen und danach in die Mittagspause gehen. Wohin? Na, vielleicht zu dem neuen Japaner Sushi essen? Wo’s so schön billig ist?
In diesem Sinne: Guten Appetit und gute Nacht Zukunft !









